51.4 Genetische Kanalisierung

Genau in­ver­se be­trach­tet man zur »phä­no­ty­pi­schen Plastizität« die »ge­ne­ti­schen Kanalisierung«. So kann sich aus ei­ner gro­ßen »Bandbreite von Genotypen« ein »ka­na­li­sier­ter Phänotyp« bil­den. Dabei nennt man ei­nen Phänotyp als ka­na­li­siert, wenn »Mutationen« die kör­per­li­chen Merkmale mit die­sem Individuums nur be­dingt kor­re­lie­ren. Änderungen am Genom kön­nen di­rekt am zu ent­wi­ckeln­den Phänotyp bei Ausbleiben von Kanalisierung Einfluss neh­men.

Diese Erkenntnis macht es schwer Rückschlüsse aus dem Phänotyp zu bil­den, um ein po­ten­tes ge­ne­ti­sches Setup auf Basis des Genotyps nach­zu­bil­den. Soll be­deu­ten, dass die Genialität in der zu­vor ge­spei­cher­ten Genotyps liegt und auf des­sen Basis das Erbgut po­tent trans­por­tiert wer­den kann, aber nie­mals an­ders her­um. Kurz um, ich be­sit­ze ein wert­vol­les le­ben­di­ges Asset, so kann ich es nur dann als dau­er­haf­tes Erbe be­trach­ten, wenn ich die Population in ih­rer ge­ne­ti­schen Disposition als »kom­pe­ten­ten Besitz«, auch zum Einsatz ge­tra­gen ha­be.