51.3 Phänotypische Plastizität

Biologisch be­schreibt die Plastizität ein »Maß der Vorherbestimmung des Phänotyps«, ei­nes Individuum durch sein »Genotyp«. Eine ge­rin­ge »phä­no­ty­pi­sche Plastizität« sorgt für ei­ne gu­te und zu­ver­läs­si­ge Prognose des Phänotyps, bei zu ver­nach­läs­si­gen­den kor­re­lie­ren­den Umwelteinflüssen wäh­rend der Entwicklung. Gegenüber steht ei­ne hö­he Plastizität, für ei­ne bes­se­re spe­zia­li­sier­te Ausprägung von Einsatzzwecken. Durch die­se stär­ke Adaption in die Zielumgebung, er­fol­gen die Ausprägungen der Charakteristika na­tür­lich lang­sa­mer, als an­de­re ver­gleich­ba­re Phänotypen, als oh­ne den Druck die­ser zwin­gen­den Anpassung.

Um die Äquivalenz an ei­nem bio­lo­gi­schen Beispiel auf­zu­zei­gen, sei­en durch »Prädatoren« aus­ge­lös­te mor­pho­lo­gi­sche Verteidigungsmechanismen in Kaulquappen zu nen­nen, die sich zum Beispieldurch ei­ne dunk­le­re Hautfarbe und ei­nem grö­ße­ren Schwanzaufzeigt. Die Überlebenschancen ge­gen­über Räubern zum Beispiel Libellen steigt da­durch merk­lich an.